EINSATZ VERSCHIEDENER DARSTELLUNGSFORMEN ALS EINE DER

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EINSATZ VERSCHIEDENER DARSTELLUNGSFORMEN ALS EINE DER

Сообщение root » 17 ноя 2013, 20:51

S.G. Muntian
Taurische staatliche agrartechnologische Universität

EINSATZ VERSCHIEDENER DARSTELLUNGSFORMEN ALS EINE DER STRATEGIEN IM STUDIENBEGLEITENDEN DEUTSCHUNTERRICHT

Laut dem „Rahmencurriculum für studienbegleitenden Deutschunterricht an uktainischen Hochschulen und Universitäten“ ist das zentrale Ziel des studienbegleitenden Deutschunterrichts die Entwicklung der berufsbezogenen interkulturellen kommunikativen Kompetenz. Das bedeutet Entwicklung bei den Studenten von Fertigkeiten und Fähigkeiten, die es ermöglichen, in beruflichen, öffentlichen, privaten und akademischen Situationen sach- und fachgerecht sowie kulturangemessen in Deutsch zu handeln [1].
An den landwirtschaftlichen Hochschulen ist aber das Erreichen vom vorgeschriebenen Ziel aus objektiven Gründen sehr erschwert. Erstens sind die Deutschkenntnisse der Studienanfänger der landwirtschaftlichen Fachrichtungen nach dem Schulkurs stabil nicht höher als A1. Zweitens werden die Fremdsprachen für Bachelorstudenten ausschliesslich in der ersten Etappe des Grundstudiums, und zwar in den ersten zwei oder in den ersten drei Semestern, unterrichtet. So besitzen die Studenten weder adäquate Grundlage im allgemeinbildenden Deutsch, noch kein Fachwissen in ihrer Muttersprache für die entsprechende Entwicklung der fachkompetenzbezogenen Fähigkeiten in der deutschen Sprache. Diese Gründe bedingen die Notwendigkeit der Optimierung des studienbegleitenden Deutschunterrichts. Dabei ist die Suche nach effektiven Strategien der Sprachvermittlung von besonders aktueller Bedeutung.
Eine der wichtigen Strategien im fachorientierten Deutschunterricht ist Wechsel der Darstellungsformen [3]. In diesem Beitrag werden der Einsatz und Vorteile von verschiedenen Darstellungsformen im studienbegleitenden Deutschunterricht betrachtet.
Dem Abstraktionsniveau nach unterscheidet man verschiedene Darstellungsformen: gegenständliche, bildliche, sprachliche, symbolische und mathematische.
Die gegenständliche Darstellung nutzt die nonverbale Sprache und sieht unmittelbare Demonstration von konkreten Gegenständen, Experimenten und Handlungen. Bei der bildlichen Darstellung wird die Bildsprache benutzt. Die Symbolisierung erfolgt dabei in Fotos, Bildern, Zeichnungen, Piktogrammen. Der sprachlichen Darstellung gehören Texte als eine bevorzugte Darstellungsform an sowie sprachlich und grafisch orienteierte Darstellungen, nämlich Mind Maps und Gliederungen. Die symbolische Darstellung bedient sich solcher Formen wie Strukturdiagramm, Flussdiagramm, Grafik, Tabelle usw. Die mathematische Darstellung ist die abstrakteste Symbolisierung eines Sachverhaltes. Die erfolgt in mathematischen Formeln.
Die Erfahrung zeigt, dass bildliche, sprachliche und symbolische Darstellungsmethoden im studienbegleitenden Deutschunterricht für Agrarstudenten besonders breit eingesetzt werden können. Bei entsprechender Übung wirken die effektiv und helfen, Sprachprobleme zu meistern oder die umzugehen.
Gegenständliche und mathematische Darstellungsformen werden im studienbegleitenden Fremdsprachenunterricht für Studenten der landwirtschaftlichen Fachrichtungen viel seltener benutzt, da, wie es schon erwähnt wurde, rein fachliche und eng spezialisierte Inhalte in der ersten Etappe des Grundstudiums im Lehrprogramm nicht vorgesehen werden.
Der Einsatz von verschiedenen Darstellungsformen hat viele Vorteile. Was fachlichen Aspekt anbelangt, so werden die Sachverhalte angemessen dargestellt. Was Vorteile vom didaktischen Standpunkt anbetrifft, so wird ein Sachverhalt leichter und besser verstanden, wenn er von verschiedenen Formen der Darstellung heraus angegangen wird. Entsprechende neue Begriffe werden besser im Gedächtnis angeordnet und schneller behalten. Methodisch wirkt ein Wechsel der Darstellungsformen auf Studierende motivierend. Vom lernpsychologischen Standpunkt werden mehrere Wahrnehmungskanäle der Studierenden benutzt und die unterschiedlichen Lerntypen angesprochen. Die Nutzung verschiedener Darstellungsformen erlaubt eine innere Differenzierung und lässt die arbeitsteilige Bearbeitung in Gruppen zu [3, 2].
Verschiedenartige Darstellung eines Sachverhaltes birgt ein großes didaktisches Potenzial und ermöglicht viele unterschiedliche Anwendungen. Lernen und Verstehen gestalten sich maßgeblich durch den Wechsel einer Darstellungsform in eine andere. Der Student wird dazu herausgefordet, Sachverhalte von einer anderen Seite, von einer anderen Ebene zu betrachten. Dies ist meistens ein kreativer Akt, der mit neuen Interpretationen verbunden ist [3]. Hier sind Sprachlernen und Fachlernen eng verflochten. Betrachten wir das Verfahren an einem Beispiel.
Beispiel.
ÖKOLOGISCHER LANDBAU
Bio-Bauern müssen das sensible ökologische Gleichgewicht des Bodens und seine Fruchtbarkeit unbedingt bewahren und langfristig ausbauen. Denn:
• Öko-Bauern dürfen keine chemisch-synthetischen Düngemittel einsetzen
(Kunstdünger).
• Öko-Bauern dürfen keine chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmittel (Pestizide) verwenden.
• Lagerschutz- und Nachreifemittel sind ebenso tabu wie der Einsatz von Hormonen und Wuchsstoffen.
• Öko-Bauern dürfen keine genetisch veränderten Organismen verwenden.
• Öko-Bauern müssen ihre Tiere ”artgerecht” halten.
Durch jede Ernte werden dem Boden-Ökosystem Nährstoffe entzogen, diese Verluste müssen irgendwie ausgeglichen werden. Gleichzeitig droht Gefahr von tierischen und pflanzlichen ”Schädlingen”, deren unkontrollierte Ausbreitung verhindert werden muss. Die Zauberworte, mit denen die Öko-Bauern beide Probleme zu lösen versuchen, heißen ”Fruchtfolge” und ”geschlossener Betriebskreislauf”.
Leitgedanke im ökologischen Landbau ist das Wirtschaften im Einklang mit der Natur. Natürliche Lebensprozesse sollen gefördert und Stoffkreisläufe weitgehend geschlossen werden. Pflanzenbau und Tierhaltung müssen gekoppelt werden.

Aufgaben:
1. Lesen Sie den Text, markieren Sie mit einem Highlighter alle Substantive und unterstreichen Sie alle Verben.

2. Füllen Sie aufgrund des Textes die Tabelle aus:

Aufgaben des Ökö-Landbaus Tabus/Verbote im Ökö-Landbau
• Gleichgewicht des Bodens bewahren
• ....... • keine Pestizide einsetzen
• ...........

3. Ordnen Sie (mit Hilfe des Textes) den Zahlen die entsprechenden Begriffe im Schema zu:

A – möglichst geschlossener Betriebskreislauf
B – Erhalt der Bodenfruchtbarkeit
C – betriebseigene organische Dünger
D – artgerechte Tierhaltung und Fütterung
E - betriebseigene Futtermittel
F – vielseitige Fruchtfolge

3. Beschreiben Sie den Ökö-Landbau (Leitgedanke, Prinzipien, Aufgaben, Besondereaiten, Tabus) mit Hilfe des Schemas und der Tabelle.

Zusammenfassend ist zu unterstreichen, dass der Einsatz verschiedener Darstellungsformen effektiv Studierende zur Verfassung eigener Textproduktion arktivisiert und deren berufs- und fachbezogene kommunikative Kompetenz fördert.
Literaturverzeichnis:
1. Рамкова Програма з німецької мови для професійного спілкування для вищих навчальних закладів України. – К. : Ленвіт, 2006. – 90 с.
2. Buhlmann, Rosemarie. Handbuch des Fachsprachenunterrichts / Rosemarie Buhlmann / Anneliese Fearns. – Tübingen : Narr, 2000. – 468 S.
3. Leisen, Josef. Methoden-Handbuch. Deutschsprachiger Fachunterricht (DFU) / Josef Leisen. – Bonn : Varus-Verlag, 2003. – 304 S.

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